KinoKino 23.04.2018

1861 in St. Petersburg geboren, wuchs Lou wohl situiert und gebildet auf. Doch schon bald musste sie feststellen, dass sie als Frau von der Dominanz der Männer beherrscht wird und entschließt sich, nicht den üblichen Weg als Ehefrau und Mutter einzuschlagen. Stattdessen wollte sie bereits in jungen Jahren (Liv Lisa Fries) als ebenbürtig und gleichgestellt akzeptiert werden und entsagte sich den Männern. Sie stürzte sich in ihre Bildung, schrieb Gedichte, befasste sich mit Philosophie und sprach drei Sprachen fließend. Auf ihren intellektuellen Reisen machte sie Bekanntschaft mit Friedrich Nietzsche (Alexander Scheer) und Paul Rée (Philipp Hauß). Beide Männer waren so fasziniert von Lou, dass sie ihr jeweils einen Heiratsantrag machten, welche sie jedoch abwies. Erst als sie den jungen Rainer Maria Rilke (Julius Feldmeier) begegnet, der sie mit seinen Gedichten umwarb, verliebte sie in den noch unbekannten Dichter. In den folgenden Jahren (in dieser Phase von Katharina Lorenz dargestellt) folgten weitere Affären mit ganz unterschiedlichen Männern. Einer davon war Sigmund Freud (Harald Schrott), der sie mit seinen Theorien über Tiefenpsychologie fasziniert. Nicht nur beschäftigt sich Lou in dieser Phase intensiv mit den Ansichten des Arztes, sondern bereichert diese mit ihren eigenen Ideen. Ihren Lebensabend verbringt Lou (Nicole Heesters) in Göttingen. Hier lässt sie im Schatten des aufkommenden Nationalsozialismus gemeinsamen mit dem jungen Ernst Pfeiffer (Matthias Lier) ihr Leben Revue passieren. Von ihren Errungenschaften in der Philosophie und Literatur bis hin zur ihrer späten Entdeckung der Liebe. Das bewegte Leben der Lou Andreas-Salomé, die für viele bedeutende Denker ihrer Zeit sowohl Inspiration, Muse und ebenbürtige Intellektuelle galt, wurde bislang nicht verfilmt. Inszeniert wird das Doku-Drama von Cordula Kablitz-Post, die mit diesem Film ihr Debüt ablegt.

23.04.2018, Viktoria-Kino, Dahlbruch, 19 Uhr

KinoKino 14.05.2018

Hochkarätig besetzte Verfilmung des schrägsten Tennis-Duells der 70er: Steve Carell und Emma Stone klären auf dem Platz, welches Geschlecht besser mit Schläger und Ball umgehen kann.
90 Millionen Zuschauer weltweit: So viele Menschen verfolgen 1973 vor den TV-Geräten den unglaublichen Schaukampf zwischen der Nummer Eins im Frauentennis, Billie Jean King (Emma Stone), und dem ehemaligen Tennis-Weltranglistenersten Bobby Riggs (Steve Carell).

Während sich die Medien auf das spektakuläre Match einschießen, kämpfen Kings und Riggs auch abseits des Platzes mit übergroßen Gegnern: Lebemann und Macho Riggs verfällt immer mehr der Spielsucht, worunter vor allem seine Familie leidet.

King hingegen hat gleich mehrere Schlachten zu schlagen: Als eine der prominentesten Stimmen für Gleichberechtigung fordert sie von den männlichen Verbandskollegen die Angleichung der Prämien. Zusätzlich stellt sich die Profi-Sportlerin Fragen zu ihrer eigenen Sexualität, als die Gefühle zu ihrer Freundin und Vertrauten Marilyn Barnett (Andrea Riseborough) immer stärker werden. Ist King unter diesen Bedingungen überhaupt bereit, für das Spiel ihres Lebens?

14.05.2018, Viktoria-Kino, Dahlbruch, 19 Uhr

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